Aufrechterhaltung der Demokratie

Hückelhovener Rat tagt in der Aula

23.04.2020 | Daniel Reichling | Hückelhoven
Ratssitzung in der Aula. Foto: Laaser
Ratssitzung in der Aula. Foto: Laaser

Die Sitzung des Stadtrats fand in ungewöhnlichem Rahmen statt. Im Gegensatz zum üblichen Ratssaal bot die Aula Hückelhoven mit vielen freien Plätzen zwischen den Ratsleuten die Möglichkeit, die geltenden Abstandsregeln einzuhalten.

Bürgermeister Bernd Jansen betonte und lobte die außergewöhnliche Leistung aller im Gesundheits- und Pflegedienst Tätigen. Auch den Mitarbeitern der Stadtverwaltung sprach er seinen Dank für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens aus.

Jansen und die anderen neun Bürgermeister im Kreis Heinsberg stehen in engem Kontakt zu Landrat Stephan Pusch und arbeiten ihm zu. Von Beginn an herrschte Einigkeit, dass man im Kreis mit einer Stimme sprechen wolle und der Landrat als Leiter des Krisenstabs diese Aufgabe übernehmen würde. Die überaus positive Resonanz in der Bevölkerung bestätigt das einheitliche Vorgehen.  

Der kommunale Ordnungsdienst wurde personell aufgestockt, um auch der Handvoll Menschen, die sich insbesondere nicht an das Kontaktverbot in größeren Gruppen hält, konsequent ihre Grenzen aufzuzeigen. Die Hückelhovener Bevölkerung gibt gut auf sich Acht, so haben sich gleich mehrere Nachbarschaftshilfen organisiert. Die Stadt hat mit Unterstützung der Ehrenamtskoordinatorin Petra Hudler ein zusätzliches Angebot geschaffen: „Hückelhoven hilft“.

An den Schulen wurden Grundreinigungen, die üblicherweise in den Sommerferien durchgeführt werden, vorgezogen. Alle Reinigungskräfte wurden angewiesen, täglich alle Kontaktflächen nicht nur zu reinigen, sondern auch zu desinfizieren. Die Schulen sind ausreichend mit Seife und Einmalhandtüchern ausgestattet, zudem wird Händedesinfektionsmittel zur Verfügung gestellt. Thomas Schnelle MdL stellte zufrieden fest: „Unsere Schulen sind auf die begrenzte Schulöffnung am 27. April gut vorbereitet.“

Im Rahmen der Genehmigung von Dringlichkeitsentscheidungen wurde rückwirkend auf die Erhebung der Elternbeiträge für KIBIZ, OGS und Kindertagespflege sowie der 8-13 Uhr-Betreuung und das kulturelle Programm „Jedem Kind ein Instrument, Tanzen, Singen (JeKits) für die Monate März und April verzichtet. 

aktualisiert von Daniel Reichling, 26.06.2020, 21:38 Uhr